Bildung beginnt mit der Geburt

Die Entwicklungspsychologie zeigt, dass gerade in den ersten Lebensjahren grundlegende Kompetenzen für das weitere Leben erworben werden. Vor diesem Hintergrund kommt unserem Betreuungs-, Erziehungs-und Bildungsauftrag in der Kindertagesstätte eine besondere Bedeutung zu.

Wir orientieren uns an den Bildungsleitlinien des Landes Schleswig-Holstein, deren Themen sich in vielfältiger Weise in unserem Tagesablauf wieder finden. Ob Sprache, Schrift  und Kommunikation, Musik und Ästhetik, Mathematik, Naturwissenschaft und Technik, Körper, Bewegung und Gesundheit, Kultur, Gesellschaft und Politik sowie Religion, Ethik und Philosophie, alle diese Bereiche fließen fortlaufend  in den  kindlichen Bildungsprozess ein.

Die Kinder brauchen unsere Unterstützung, um sich ein eigenes Bild von der Welt machen zu können. So sorgen wir für den Rahmen, der den Bedürfnissen der Kinder entspricht.

Durch die Vielfalt unserer Räumlichkeiten, (siehe auch  „Räume und Außengelände“), haben die Kinder gute Möglichkeiten, sich entsprechend ihrer verschiedenen Interessenlagen zu beschäftigen. Durch Anregungen und Wertschätzung ermutigen wir sie, sich auszuprobieren und sich aktiv einzubringen. Sie können beobachten, erkunden, experimentieren, entdecken und forschen.

Wir vermitteln Respekt für Sichtweisen anderer Menschen und zeigen den Kindern Grenzen auf, indem wir  Regeln entwickeln und begründen. Unser Ziel ist, dass sie in unserer Kita einen unbeschwerten, spannenden und fröhlichen Tag erleben.

Regelmäßige Entwicklungsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit mit den Eltern und bilden die Grundlage für das Planen und Handeln der pädagogischen Mitarbeiter in Partnerschaft mit den Erziehungsberechtigten. Hierbei ist uns die Balance zwischen guter Bildungs-und Erziehungsarbeit wichtig.

7.00 bis 9.00 Uhr |Ankommen der Kinder, Spielen, Bewegen und kreatives Gestalten, vielfältige Aktionen oder Projektarbeit bis zum Frühstück. Es stehen den Kindern die Gruppenräume, der Sportraum, die Halle, das Atelier und die Experimentierküche zur Verfügung.
9.00 Uhr |Gemeinsames Frühstück in der Gruppe
9.30 Uhr |Körperpflege
9.45 bis 10.15 Uhr |Pädagogischer Morgenkreis in den jeweiligen Gruppen
10.30 Uhr |Spiel und Bewegung an der frischen Luft oder in den Kitaräumen
12.15 Uhr|Mittagessen in den Gruppen, die Krippenkinder essen um 11.30 Uhr, anschließend Mittagsschlaf der Kleinen, Körperpflege, Zähneputzen.
13.15 bis 14.00 Uhr |Gruppenübergreifende Angebote für Elementarkinder je nach Interesse der Kinder, sie suchen sich aus, woran sie teilnehmen möchten.
13.15 bis 14.30 Uhr |Spiel, Bewegung, kreatives Gestalten draußen oder in den Räumen
14.30 bis 15.30 Uhr |„Schmausepause“, Spielen bis zum Abholen

Gruppenübergreifende Angebote:

Zusätzlich zu den Aktivitäten an den Vormittagen bieten wir den Kindern ab 13.15 Uhr täglich wechselnde Angebote. Die Kinder können sich nach dem Mittagessen für die jeweiligen  Aktionen, die in der Turnhalle stattfinden, anmelden.

Montag:       Rappelstunde 
Dienstag:     Musik und Rhythmus
Mittwoch:     Spielstunde
Donnerstag: Sternenstunde
Freitag:        Tanzen (jeden zweiten Freitag)

Religionspädagogische Arbeit

Die Religionspädagogik und Gemeinschaft spiegelt sich in unserem Tagesablauf wider und bildet ein Schwerpunkt in unserer Kindertagesstätte. Wir helfen einander, lernen voneinander und unterstützen einander. Christliche Erziehung bedeutet für uns, den Kindern Werte wie Achtung, Toleranz, Respekt und Nächstenliebe entgegen zu bringen sowie diese Werte auch zu vermitteln. Sie sollen durch uns erfahren, dass sie einzigartig sind.

Wir wollen ihnen christliche Grundwerte und Traditionen nahe bringen und ihnen Wege zur Achtung und Bewahrung der Schöpfung aufzeigen.

Wir betreuen Kinder verschiedener nationaler, sozialer und religiöser Herkunft. So können z.B. die  Kinder aus nichtchristlichen Elternhäusern mit beten, wenn in der Kita zu den Mahlzeiten ein Tischgebet gesprochen oder gesungen wird. Ebenso können sie  an den Kitagottesdiensten teilnehmen.  Die Kinder lernen christliche Traditionen als Basis unserer Kultur in Toleranz und Akzeptanz anderer Kulturen durch Feste und Feiern im Kirchenjahr kennen.

Zusammen mit allen Kindern führen wir zu allen bedeutenden Terminen des Kirchenjahres  einen großen Kreis in unserer Diele durch. Hier werden die  Kinder selbst Teil der biblischen Geschichten und durch Darstellung, Wort und Gesang prägt sich das Wissen um die Vorgänge  und Traditionen zu Ostern, Pfingsten, Erntedank, Reformations- und Martinstag, Weihnachten, Heilige drei Könige etc. kinderleicht ein. Die Kinder lieben es, wenn sie bei Liedern  über „Gott und die Welt“  die verschiedensten  Instrumente einsetzen können und auf der Gitarre von unseren Mitarbeitern  begleitet werden.

Wir feiern  einmal im Monat gemeinsamen mit unseren Kindern und der Kita „Griechenzentrum“ einen Gottesdienst in der Kreuzkirche der St. Jürgen Gemeinde. Die Kinder erleben in einem lebendigen und musikalischen Gottesdienst mit der Pastorin Christine Oldemeier Geschichten aus der Bibel und dem kirchlichen Jahreskreis. Sie lernen auch das Vaterunser beten, das so manch ein „Großer“ schon vergessen hatte.

Die Kinder können "Mit Gott groß werden"  und wir begleiten sie auf diesem Weg.

Dokumentation: Beobachten heißt Beachten!

Wir beobachten und dokumentieren die Entwicklungsstände der Kinder um
•  Ressourcen der Kinder zu entdecken,
•  Wertschätzung zu geben und Bindung zu fördern,
•  Stärken und Entwicklungsauffälligkeiten zu  erkennen ,
•  den individuellen Bildungsweg zu verstehen und entsprechend zu handeln,
•  wichtige Momente im Leben der Kinder festzuhalten und zu würdigen.

Die Kinder erhalten zu Beginn der Kindergartenzeit ein „Kindergartenbuch“ (Portfolio).
Dieses Buch (Die Eltern können einen selbst gestalteten Ordner mitbringen) begleitet das Kind durch die gesamte Kitazeit und hält die Entwicklungsschritte fest. Es kann Bilder, Briefe gestaltete Produkte, Fotos, Lerngeschichten etc. enthalten. Das Kind entscheidet, was hinein kommt und ist Hauptakteur bei der Anlage des Portfolios. So kann zum Beispiel ein Foto eines besonders gelungenen Bauwerkes hier seinen Platz finden, selbst gemalte Bilder ebenso wie ein selbst gepflücktes, gepresstes Blümchen oder eine schriftliche Zusammenfassung durch die Erzieherin einer spannenden Aktion, die dem Kind gelungen ist.

Die Kinder können jederzeit auf ihre Bücher zugreifen und diese auch den Eltern zwischendurch präsentieren. Die Beteiligung der Eltern ist hierbei ausdrücklich erwünscht.

Das Kindergartenbuch dient auch der Planung der pädagogischen Arbeit mit dem Kind, es kann das Kind unterstützen, sich selbst Aufgaben zu stellen. Am Ende der Kindergartenzeit sehen wir stets stolze Kinder, die ihren Eltern einen kostbaren Schatz präsentieren.