Die Eingewöhnung

Für das Kind gab es bisher nur die Erfahrungswelt Familie. Mit dem Eintritt in die Krippe/Kita ist alles anders. „Neu zu sein“, Vertrautes verlassen, sich auf neue Situationen einstellen, neue Beziehungen eingehen, all dies stellt für das Kind und deren Eltern eine große Herausforderung dar.

Damit Kinder und Eltern sich auf diese neue Situation einstellen können, achten wir auf eine behutsame, schrittweise und individuelle Eingewöhnung, die sich stets an den Bedürfnissen und dem Alter der Kinder orientiert. Erst wenn ein Kind eine sichere Bindung zur Erzieherin aufgebaut hat; sich von dieser beruhigen und trösten lässt, kann es allein in der Kinderkrippe oder in der Kindertagesstätte bleiben.

Das Spiel – die elementare Lern- Form der Kinder

„Spielen ist lernen - ohne es zu wissen“

Gerhard Meyer

Das Spiel ist ein wichtiges Erfahrungsfeld für die Kinder, bei dem sie Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln und ausbauen, ihre Fertigkeiten üben und Lernen.
Das Spiel eines Kindes ist seine individuelle Art, Gefühle, Erlebnisse und Eindrücke zum Ausdruck zu bringen. Spielen heißt für ein Kind: Die Welt erkunden und sich selbst ausprobieren, etwas tun, was Spaß macht, untersuchen wie die Dinge funktionieren und entdecken, was sich mit  eigenen Kräften alles bewerkstelligen lässt.

„Spielen zu können“ stellt die Basis für seine Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten dar. Unsere Aufgabe ist es Voraussetzungen für ein motiviertes Spielen zu schaffen.

Durch fortlaufende Beobachtungen in der Rolle der Spielpartnerin oder der Spielbegleiterin können wir die Bedürfnisse des einzelnen Kindes und der Kindergruppe erkennen. Dies ist die Ausgangslage für die Gestaltung des Gruppenraumes und das Zusammenstellen der Spielmaterialien.

„Die Sprache eines Kindes ist das Spiel“

Virginia Extine

Mit dem Begriff „Freispiel“ bezeichnen wir die Tätigkeit, die die Kinder selbstbestimmt wählen und dem eigenen Spielbedürfnis nachgehen. Freispiel heißt selbst zu entscheiden; wo spiele ich, womit spiele ich, wie lange spiele ich, was spiele ich und mit wem spiele ich?

Freispiel bedeutet; die Welt mit allen Sinnen zu entdecken, Spaß, Freude, aber auch Traurigkeit zu erleben, Sozialverhalten zu üben, Selbständig zu werden/ Entscheidungen zu treffen, Freundschaften zu knüpfen und neue Erfahrungen zu ermöglichen. Die Entwicklung vom Ich zum Du zum Wir.

Sich bilden – die Welt entdecken

„Jedes Kind hat das Recht zu lernen, zu spielen, zu lachen, zu träumen, zu lieben, anderer Ansicht zu sein, vorwärts zu kommen und sich zu verwirklichen“

Hall- Denis- Report

Kinder wollen erforschen, probieren, suchen und entdecken. Sie wollen die Welt mit all ihren Sinnen erfassen und begreifen. Bereits Kleinkinder setzen sich so mit ihrer Umwelt aktiv auseinander und bestimmen ihre eigene Entwicklung mit. Jedes Kind geht dabei individuell unterschiedliche Entwicklungsschritte. Unser Ziel ist es, jedes einzelne Kind auf diesem Weg zu begleiten und zu fördern.

In unserer Bildungsarbeit orientieren wir uns an den Bildungsleitlinien des Landes Schleswig-Holstein.

Unser Kleingarten – ein Naturerlebnisraum für unsere Kinder

Unsere Kleingarten-Parzelle liegt gleich neben unserer Kindertageseinrichtung, und ist von unserem Spielplatz aus leicht zu erreichen.

  • Hier können die Kinder die Natur beobachten
  • Hier können die Kinder Verantwortung tragen
  • Hier können die Kinder die Welt mit allen Sinnen entdecken

Die Kinder erleben und begreifen die Abläufe und Kreisläufe in der Natur. Sie übernehmen Verantwortung für die Pflanzen, pflegen, gießen und jäten Unkraut, so dass die Pflanzen wachsen können. Auf dieser Weise lernen sie die vielfältigen einheimischen Früchte direkt vor der Haustür kennen. Falls die Kinder mal „keine Zeit“ haben zum Gießen oder Pflegen, ist das auch nicht schlimm. Viel wichtiger ist, dass es den Kindern Freude macht.

Schulmini-Projekt

Bereits mit dem Eintritt in die Krippe/ Kita bereiten wir die Kinder auf das Leben und die Schule vor. Wir bieten ihnen über die gesamte Zeit hinweg vielfältige Anregungen, damit sie ihre persönlichen Stärken und Grenzen erfahren, ein positives Selbstbild aufbauen und ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln können.

In unserem Tagesablauf fließen zahlreiche Angebote ein, welche die sozialen, kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten der Kinder fördern.

Das letzte Jahr in der Kindertagesstätte ist für die Kinder eine Zeit der Vorfreude auf die Schule. Um das Zusammengehörigkeitsgefühl der zukünftigen Erstklässler zu stärken und ihnen den Übergang in die Grundschule zu erleichtern, arbeiten wir mit der Albert Schweitzer Schule zusammen. Die Kinder gehen zum Schnuppern in die Schule. Eine Grundschulklasse kommt zu Besuch in die Kita. Gemeinsam gestalten wir Elternabende und Projektwochen. Die Kinder lernen so ihre zukünftige Schule kennen und werden mit den Abläufen vertraut.

Religionspädagogik

Unser christliches Menschbild ist Grundlage unserer Arbeit, und ist integriert in unserem Alltag. Jedes Kind ist ein Geschöpf Gottes und von Gott so gewollt wie es ist. Das Kind spürt:
„Ich bin einmalig!“ Einen besonderen Wert hat die Zusammenarbeit mit der St. Philippus Gemeinde. Frau Pastorin Stribrny de Estrada erzählt den Kindern regelmäßig biblische Geschichten. Hierzu gehen wir in die nahe gelegene Kirche oder die Pastorin kommt zu uns in die Kindergruppen. Clarissa, die Schildkröte ist ihre stetige Begleiterin und den Kindern gut vertraut. Gemeinsam gestalten wir Familiengottesdienste, Kinderbibeltage und feiern bewusst die Feste des Kirchenjahres. Die Kinder lernen die Kirche als Raum der Besinnung, der Geschichten und auch des Spiels kennen. Miteinander singen, beten, tanzen, spielen, bewegen sind immer wiederkehrende Elemente und helfen dabei Glaubensinhalte erlebbar zu machen.

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